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10.09.2010, 2:32

24.11.2009

Schweinegrippe - Information aktuell

Impfung gegen Schweinegrippe: Entscheidungshilfen

Nach einer bis eineinhalb Millionen verimpften Dosen des Schweinegrippe-Impfstoffs in Deutschland bestätigen Experten dessen Sicherheit und Wirksamkeit. Nebenwirkungen können auftreten, allerdings nur sehr selten auch solche schwerer Art. Dennoch sind zum Beispiel Allergiker, Asthmatiker oder Menschen mit Autoimmunkrankheiten verunsichert. Dr. Susanne Stöcker, Pressesprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts, sagt, was Sicherheit gibt.

Allergiker: noch eine Weile sitzen bleiben

Um eventuell auftretende allergische, auch asthmatische Reaktionen auf den Impfstoff möglichst rasch behandeln zu können, rät Stöcker: »Grundsätzlich sollten alle Allergiker den sie impfenden Arzt über jedwede bekannte Allergie informieren«. Und ihn zudem fragen, ob er für einen allergischen Notfall gerüstet ist. Sinnvoll zudem: den Arzt fragen, ob es möglich ist, nach der Impfung noch etwa eine halbe Stunde in der Praxis zu bleiben. Wenn eine allergische Reaktion auftritt, dann in den überwiegenden Fällen in dieser Zeitspanne nach einer Impfung.

Schlimmer als die Impfung ist die Grippe selbst

Auch die Gruppe der Menschen mit Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Multipler Sklerose sorgt sich, ob die Impfung wohl einen Schub auslösen kann. Stöcker dazu: »Es ist eigentlich nicht zu erwarten, aber man kann es nicht mit letzter Sicherheit ausschließen«. Was man allerdings sicher sagen kann: »Die Gefahr für Menschen mit Autoimmunkrankheiten, durch eine Infektion mit dem Schweinegrippevirus einen Krankheitsschub zu bekommen, liegt deutlich höher«. Zudem profitiert gerade diese Personengruppe besonders von der Impfung, denn die echte Infektion verläuft bei Menschen mit einer schweren Grunderkrankung häufiger schwer als bei Gesunden.

Weil die Welle mit der neuen Grippe gerade jetzt über Deutschland schwappt, sagt die Pressesprecherin, für chronisch Kranke sei es sinnvoll, sich so schnell wie möglich gegen die Schweinegrippe und erst danach (im Abstand von zwei Wochen) gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen. Denn Letztere beginnt erfahrungsgemäß erst zum Jahreswechsel. Der Abstand zwischen beiden Impfungen sei nötig, damit etwaige Nebenwirkungen exakt einem Impfstoff zugeordnet werden könnten.


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