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Dr. med. Antje-Katrin Kühnemann Was Migräne auslöst und wie man sie behandeltKopfschmerzen sind die zweithäufigsten Schmerzen, die Menschen in die Arztpraxis führen. Ganz im Vordergrund stehen dabei Spannungskopfschmerzen. Etwa 30 Prozent der Erwachsenen sind betroffen. Aber auch Migräne ist häufiger als man denkt, zehn Prozent der Erwachsenen leiden darunter. Die Migräne kann unterschiedlich stark sein. Bei manchen ist sie in einem Tag vorbei, andere leiden zwei bis drei Tage. Auch die Intensität der Beschwerden ist sehr unterschiedlich. Es können ausschließlich schwere Kopfschmerzen sein, die sich über den ganzen Kopf ausdehnen. Vor allem aber sitzen sie im Stirn- und Schläfenbereich und oft bevorzugt auf einer Seite. Meistens ist es ein pochender, hämmernder Schmerz. Viele sind während der Migräne-Attacke aber zusätzlich auch lichtempfindlich. Sie ziehen sich in ein verdunkeltes Zimmer zurück und können es außerdem oft nur aushalten, wenn sie sich so wenig wie möglich bewegen. Auch die leiseste Kopfneigung kann die Schmerzen weiter verschlimmern. Übelkeit, nicht selten bis zum Erbrechen, kann zusätzlich sehr belasten. Frauen häufiger betroffen als Männer Auch Kinder können betroffen sein. Das Verhältnis Buben zu Mädchen ist 1:1. Im Erwachsenenalter ist die Migräne bei Frauen häufiger, in einem Verhältnis Frauen zu Männern von 3:1. Nach den Wechseljahren sind Frauen dann nur noch doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Zunahme der Häufigkeit bei Frauen im Erwachsenenalter hängt mit dem Hormonhaushalt zusammen. Gerade zur Zeit der Periode häufen sich Migräne-Attacken. Man kennt auch eine ganze Reihe anderer Auslöser, sogenannte Trigger, für einen Migräne-Anfall. Manche kann man vermeiden, manche leider nicht. Bestimmte Nahrungsmittel werden schlecht vertragen, besonders Rotwein, manche Käsesorten oder Schokolade. Schlafmangel und Stress sind häufige Trigger und auch Föhnwetterlagen. Die Empfindlichkeit der Augen ist nicht selten Auslöser für einen Migräne-Anfall. Alles, was zu sehr flimmert, kann ein Auslöser sein, ob glitzernde Wasseroberflächen, schlecht eingestellte Bildschirme oder wenn beim Fahren im Zug oder Auto auf vorbeigleitende Lattenzäune oder Ähnliches geschaut wird. Gerade Kinder haben häufig vor einem Migräne-Anfall Vorboten, eine sogenannte Aura, aber auch Erwachsene. Das können Geruchsempfindungen sein, Stimmungsschwankungen, Farbeindrücke, Lichtblitze oder andere Eigentümlichkeiten. Viele werden aber auch von ihrem Migräne-Anfall mehr oder weniger überrascht. Dies ist nur ein kurzer Auszug aus dem Artikel, den Sie in voller Länge in der gedruckten Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. September 2010 lesen können. Die Zeitschrift liegt in vielen Apotheken für Sie als Service zur Mitnahme bereit. Eine Liste der Apotheken finden Sie hier.
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