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Alternatives für die Haut |
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| Aus der Kolumne von Apothekerin Ursula Kindl: Was man im Winter cremt Meine Kundin Katja S. achtet auf ihre Ernährung und bewegt sich viel an der frischen Luft. Plötzlich spielt die Haut der 40-Jährigen verrückt. Sie ist rot, spannt und schuppt sich. Doch ich kann ihr helfen."An der Pflege kann es nicht liegen", meint sie, als sie mich in der Apotheke wegen ihres Hautproblems um Rat fragt. "Ich verwende das ganze Jahr dieselbe Creme und habe sie bisher immer gut vertragen." Unbewusst hat sie mir eine mögliche Ursache für ihr Problem genannt. "Tragen Sie im Winter die gleiche Kleidung wie im Sommer?", frage ich. Mit dem Vergleich versuche ich zu zeigen, dass die Haut im Winter andere Bedürfnisse hat als im Sommer. Bei Kälte und trockener Luft produziert die Haut weniger Talg und Schweiß. Beides bildet einen wichtigen Teil des Schutzmantels der Haut. Weniger Talg und Schweiß bedeutet weniger Schutz. Gleichzeitig verlieren wir bei trockener Luft mehr Wasser, ob in geheizten Räumen oder im Freien. "Dann ist meine Feuchtigkeitscreme genau richtig. Sie gibt der Haut das Wasser zurück", erwidert mir Katja S. Genau das sei ein Fehler, der immer wieder gemacht wird, erkläre ich ihr. "Trägt man im Winter Pflegeprodukte mit hohem Wasseranteil auf, lösen sie die hauteigenen Feuchthaltefaktoren heraus. Es passiert das Gegenteil von dem, was man eigentlich wollte. Ohne Feuchthaltefaktoren, die das Wasser in der Haut zurückhalten, verdunstet mehr Wasser. Die Haut wird immer trockener und beginnt zu spannen." "Das stimmt", meint Katja S. nachdenklich. "Im Winter habe ich ständig das Gefühl, nachcremen zu müssen." Doch genau das ist falsch, erwidere ich. Rasch beginnt ein Teufelskreis von Cremen und noch mehr Wasserverlust. "Was soll ich jetzt Ihrer Meinung nach tun?", fragt sie mich. "Ganz einfach: Der Haut das zuführen, was ihr im Winter fehlt, nämlich Fett und Feuchtigkeit." Generell bieten sich in der kalten Jahreszeit fettreichere Produkte an. Sie gleichen die mangelnde Talgproduktion aus, ersetzen fehlende Fette. Der auf der Oberfläche verbleibende Fettfilm verhindert, dass die Haut noch mehr Wasser verliert. Natürlich dürfen in den Cremes auch Wasser und Feuchthaltefaktoren nicht fehlen. Der Haut mangelt es nämlich an beidem: Fett und Feuchtigkeit. Nur wenn sie beides in ausgewogenem Maß erhält, bleibt sie geschmeidig. "Und wie sieht es mit Make-up aus? Muss ich im Winter darauf verzichten?" Da kann ich Katja S. beruhigen. "Ganz im Gegenteil. Im Winter bietet ein reichhaltiges, über der Tagespflege aufgetragenes Make-up einen zusätzlichen Kälteschutz." Als ich ihr noch vorschlage, ihre bisherige Pflegecreme nicht wegzuwerfen, sondern sie einfach nachts aufzutragen, verließ sie rundum zufrieden die Apotheke.
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