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Diabetes-Lexikon & |
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| Informationen für Diabetiker Frühling für die Vorsorge die 5 wichtigsten Untersuchungen Um als Diabetiker möglichst lange gesund zu bleiben, braucht es neben einer guten Blutzuckereinstellung einige weitere Checks. Planen Sie sie jetzt ein, als "Frühjahrsputz" für den Diabetes. Check 1: das Gewicht Über den Winter legen viele Menschen zwei bis drei Kilo an Gewicht zu, tatsächlich eine Art Winterspeck. Jedes Kilo mehr verschlechtert allerdings die Blutzuckereinstellung. Das ist bei Typ-2-Diabetikern ungünstig, denn neun von zehn Betroffene tragen ohnehin Übergewicht mit sich herum. Nutzen Sie deshalb den Schwung, den das Frühjahr ins Leben bringt, um mit dem Abnehmen zu starten. NAI-Tipp: In Apotheken gibt es Formuladiäten, die sich speziell auch für Diabetiker eignen. Wer mehr als fünf Kilo an Gewicht verlieren will, fährt mit einer Ernährungsberaterin beziehungsweise einem Ernährungsberater gut. Die meisten diabetologischen Schwerpunktpraxen beschäftigen solche Experten oder arbeiten mit freiberuflichen Beratern zusammen. Check 2: die Augen Einmal pro Jahr gehört der Augenhintergrund von Diabetikern auf den Prüfstand. Denn auf der Netzhaut können die hauchdünnen Äderchen verzuckern und dann platzen. Erblindung wäre die Folge. Rechtzeitig erkannt, lassen sich Schäden per Laser reparieren. Wer schon Netzhautschäden hat, wird vom Augenarzt meist in halbjährlichen Abständen einbestellt. NAI-Tipp: Der Augenarzt muss immer zunächst ein Arzneimittel ins Auge tropfen, das die Pupille erweitert. Nur so kann er durch die Pupille hindurch wirklich die gesamte Netzhaut begutachten. Die Wirkung der Tropfen hält einige Stunden an; scharf sehen ist in dieser Zeit unmöglich. Damit verbietet sich Autofahren nach der Untersuchung von selbst. Check 3: Herz und Kreislauf Menschen mit einem über längere Zeit schlecht eingestellten Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Arteriosklerose der großen Blutgefäße. Mögliche Folgen: Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch eine Mangeldurchblutung der Beine. Einmal pro Jahr steht deshalb der TÜV für Herz und Blutgefäße an. Der Arzt tastet dann den Puls an Beinen und am Hals und hört ihn auch mit dem Stethoskop ab. Aus den Ergebnissen schließt er auf die Gesundheit der Blutgefäße. Eine Ultraschall-Doppleruntersuchung kann den Verdacht auf kranke Blutgefäße untermauern oder ausschließen. Mittels Belastungs-EKG findet der Arzt heraus, ob das Herz noch einwandfrei arbeitet. NAI-Tipp: Wenig Bewegung, ungünstige Cholesterinspiegel, Rauchen oder zu hoher Blutdruck schaden den Blutgefäßen. Deshalb nutzt es Diabetikern, regelmäßig maßvoll Sport zu treiben und in der Ernährung eher auf pflanzliche und damit cholesterinfreie Fette und Öle denn auf tierische Fette zu setzen. Diese Maßnahmen bekommen auch dem Blutdruck gut. Bei Bedarf muss man überhöhte Blutdruckwerte mit Medikamenten senken. Check 4: die Nieren Die kleinsten Blutgefäße in den Nieren können durch hohe Zuckerkonzentrationen im Blut zerstört werden. Ein schleichender Prozess, von dem Betroffene lange Zeit nichts ahnen. Ob die Nieren noch in Ordnung oder bereits geschädigt sind, stellt der Arzt fest, indem er einen 24-Stunden-Sammelurin auf Albumin prüft. Dieser Eiweißstoff erscheint dann im Urin, wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten. Er ist also der allererste Marker. Einige Ärzte setzen auch spezielle Albumin-Teststreifen ein, die man sich auch selbst in der Apotheke besorgen kann. Allerdings kann nur ein Arzt die Ergebnisse richtig interpretieren. Ist die Nierenfunktion durch den Diabetes schon vermindert, kann eine sehr gute Blutzuckereinstellung helfen, die Zerstörung aufzuhalten. Zusätzlich kommen spezielle, die Nieren schützende Arzneimittel zum Einsatz. NAI-Tipp: Nieren leiden, wenn man zu viel Eiweiß isst. Dann müssen sie nämlich sogenannte Aminogruppen, die beim Abbau von Eiweiß entstehen, in großen Mengen ausscheiden. Ein Prozess, der die Filterorgane des Menschen stark belastet. Deshalb liegt der für gesunde Diabetiker empfohlene Eiweißanteil am täglichen Energieverbrauch bei maximal 20 Prozent. Sind die Nieren bereits geschädigt, muss der Eiweißanteil der Nahrung mit Hilfe des Arztes nochmals deutlich verringert werden. Check 5: die Füße Eine schlechte Blutzuckereinstellung verzuckert Nervenbahnen im ganzen Körper und schränkt die Durchblutung ein. Die ersten Symptome dieser Schäden zeigen sich an den Extremitäten und hier vor allem an den Füßen: Wunden heilen schlechter und werden oft gar nicht mehr wahrgenommen. Schlimmstenfalls entwickelt sich ein großes, über Monate nicht heilendes Geschwür, oder es wird gar eine Amputation nötig. Die Lösung: Inspizieren Sie Ihre Füße jeden Tag selbst. Einmal pro Jahr prüft dann der Arzt, ob die Durchblutung stimmt und ob der Fuß noch schmerzempfindlich ist. Wenn ja, spricht das für die Gesundheit der Füße. NAI-Tipp: Rauchen und Diabetes sind eine unheilvolle Kombination. Wer raucht, hat ein ungleich größeres Risiko, nicht nur Krebs, sondern auch Gefäßschäden und eine Durchblutungsstörung zu entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit für einen diabetischen Fuß und das Risiko für eine Amputation steigen damit drastisch. Deshalb: Wer die Finger partout nicht vom Glimmstängel lassen kann, sollte sich vom Arzt zu Entwöhnungsprogrammen beraten lassen. Ansonsten nimmt er schweres körperliches Leid in Kauf. Apothekerin Isabel Weinert
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