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Diabetes-Lexikon & |
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| Informationen für Diabetiker Was Eltern mit Diabetes-Kindern wissen wollen
"Meine siebenjährige Tochter hat erst seit Kurzem Diabetes. Sie will sich einfach nicht ihr Insulin spritzen lassen. Können Sie mir irgendwie helfen?" Dianiño: Ängste vor der Spritze sind gerade bei jüngeren Kindern nicht ungewöhnlich. Mein Tipp: Auch kleinere Kinder in die Gabe der Spritze einbeziehen. Kinder können zum Beispiel die Spritzstelle bestimmen, die Hautfalte halten oder die Insulineinheiten mitzählen. Überraschen Sie Ihr Kind nicht mit der Spritze. Und versprechen Sie nicht, dass es überhaupt nicht wehtut. Sagen Sie, dass es möglicherweise einen kleinen Piks gibt, der aber schnell verschwindet. "Ich brauche dringend Unterstützung für meinen sechsjährigen Sohn. Meine Frau ist wegen schwerer Depressionen in eine Klinik eingewiesen worden. Ich habe zwar eine Woche Urlaub nehmen können, aber was passiert danach?" Dianiño: Sie können bei Ihrer Krankenkasse eine zeitweise Unterstützung zur Betreuung Ihres Sohnes beantragen. Zusätzlich gibt es sogenannte Integrationsleistungen. Sie sollen Ihrem Sohn eine Teilnahme an der Schule oder im Kindergarten ermöglichen. Dies können entweder Sachleistungen, etwa in Form eines Pflegedienstes, oder finanzielle Hilfen sein. Den Antrag auf Integrationshilfe stellen Sie beim zuständigen Integrationsamt. "Unsere 18-jährige Tochter, die seit zehn Jahren zuckerkrank ist, verweigert auf einmal die ganze Therapie. Wohin können wir uns wenden?" Dianiño: Befindet sich Ihre Tochter in akuter gesundheitlicher Gefahr? Suchen Sie bitte rasch eine diabetologische Schwerpunktpraxis oder eine spezialisierte Behandlungseinrichtung auf. Vielleicht stecken hinter dem Verhalten Ihrer Tochter Misserfolge in der Therapie, Ängste oder ein anderes Ereignis. Möglicherweise fühlen Sie sich unsicher, wie Sie sich gegenüber ihrer volljährigen Tochter verhalten sollen. Hier bietet die Stiftung Dianiño eine erste Anlaufstation. Sie stellt zum Beispiel einen Kontakt zu Fachleuten her, etwa zu einem diabeteserfahrenen Psychotherapeuten. "Ich mache mir Sorgen um meinen 16-jähriger Sohn. Er will in die Disco, Bier trinken gehen. Er möchte nicht anders als seine Freunde sein. Wie wird sich das auf seinen Diabetes auswirken?" Dianiño: Wenn Ihr Sohn Bier trinkt, steigt sein Blutzucker durch die Kohlenhydrate erst an. Später sinkt er mitunter, weil sein Körper den Alkohol verarbeitet. Mögliche Folge: Unterzuckerungen. Falls Ihr Sohn zu viel getrunken hat, sollte er wissen, dass er seine Unterzuckerungsanzeichen eventuell nur verspätet oder durch den Alkohol gar nicht mehr wahrnimmt. Eventuell benötigt er Hilfe, zum Beispiel von seinen Freunden. Fragen Sie Ihren Sohn, ob Sie nach einer Discotour nachts seinen Blutzucker messen dürfen, um Unterzuckerungen vorzubeugen. "Für unseren an Diabetes erkrankten Sohn beginnt nach den Sommerferien die Schule. Gibt es Informationsmaterial, das wir den Lehrern weitergeben können?" Dianiño: Es gibt zum Beispiel eine Broschüre von Reiner Hub, die der Deutsche Diabetiker Bund veröffentlicht hat. Sie beschäftigt sich mit dem Thema Diabetes und Kindergarten beziehungsweise Schule. Hub hat auch für eine Lehrerzeitschrift einen Bericht über Diabetes im Kindesalter geschrieben. "Bei meinem dreijährigen Sohn haben die Ärzte kürzlich Diabetes festgestellt. Ich fühle mich überfordert. Wo bekomme ich Hilfe?" Dianiño: Es ist sehr gut nachzuvollziehen, wie Sie sich fühlen. Ihr Alltag hat sich quasi von einer Minute auf die andere verändert. Schließen Sie sich einer Eltern-Kind-Gruppe an. Kontaktadressen bietet der Deutsche Diabetiker Bund und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Das Diabetes-Nanny-Projekt von Dianiño kann Ihnen, in Rücksprache mit dem betreuenden Arzt, für die erste Zeit auch eine sogenannte "Nanny" zur Seite stellen. "Ich bin dahinter gekommen, dass meine 13-jährige Tochter heimlich isst. Wie soll ich damit umgehen?" Dianiño: Versuchen Sie, mit Ihrer Tochter ins Gespräch zu kommen. "Du, ich finde gerade häufig Schokoladenpapier oder andere Lebensmittelreste. Hast du gerade das Bedürfnis, mehr Süßes oder Anderes zu essen?" Vorwürfe wären kontraproduktiv. Kinder mit Diabetes haben, wie andere Kinder auch, ihre Geheimnisse. Natürlich wissen sie, dass sie dies und jenes nicht dürfen, trotzdem sind es Kinder. Und Heimlichkeiten bedeuten nicht gleich einen Vertrauensbruch. Peter Erik Felzer
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