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Weißdorn: Energie fürs schwache Herz Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Atemnot sind häufige Symptome einer Herzschwäche. Studien belegen, dass konzentrierter Weißdorn-Extrakt die Leistungsfähigkeit des Herzens erhöhen kann. Treppen steigen, Fenster putzen, die Einkaufstasche tragen: Manche Menschen kommen schon bei leichten körperlichen Belastungen aus der Puste, haben starkes Herzklopfen und fühlen sich erschöpft. Häufig handelt es sich dabei um typische Symptome einer Herzmuskelschwäche, auch Herzinsuffizienz genannt. Bei dieser Erkrankung gelingt es dem Herzen nur unzureichend, den Körper mit Blut zu versorgen. Das Herz ist eine pausenlos arbeitende Pumpe, die Blut und Sauerstoff in unseren Körper befördert. Ist das Herz zu schwach, fehlt ihm für diese Arbeit die Kraft. Eine Weile kann das Herz seine Leistung noch aufrechterhalten, indem sich der Herzmuskel stärker zusammenzieht oder indem das Herz schneller schlägt. Reicht das nicht, verdickt sich die Herzmuskulatur und die Herzkammern erweitern sich. Letztlich aber schadet dies mehr als es nutzt. So belastet die hohe Schlagzahl ein vorgeschädigtes Herz zusätzlich. Die erweiterten Herzkammern erschweren die Blutversorgung des Herzmuskels. Und die vermehrte Muskelmasse bedeutet keinen Vorteil, weil die neuen Muskeln nicht genauso gut arbeiten, wie diejenigen bei Herzgesunden. Das Herz wird größer und muskulöser aber trotzdem schwächer. Typische Beschwerden bei mangelnder Blutversorgung von Herz und Körper sind eine starke Leistungsschwäche und Atemnot bei Belastung oder teils schon in Ruhe. Weil sich bei einer Rechtsherzschwäche Blut in den Venen staut, kann es zu Wasseransammlungen im Körper kommen, besonders in Beinen und Füßen. Bei Linksherzschwäche sammelt sich in schweren Fällen Flüssigkeit in der Lunge, was die Atemnot verstärkt. Soll eine Herzinsuffizienz erfolgreich therapiert werden, müssen Patienten vor allem ihren Lebensstil hinterfragen. Gewicht reduzieren, sich gesünder ernähren, sich mehr bewegen, das Rauchen einstellen und Stress vermeiden: Diese Maßnahmen sind die Basis für einen nachhaltigen Therapieerfolg. Je nach Schwere der Erkrankung sind Medikamente nötig. Hierbei spielen unter anderem Acetylsalicylsäure, Betablocker, ACE-Hemmer, Diuretika oder Herzglykoside eine wichtige Rolle. Inzwischen haben Studien belegt, dass auch konzentrierter Weißdorn-Extrakt aus der Apotheke eine gute Wirksamkeit bei leichteren Formen der chronischen Herzinsuffizienz zeigt und außerdem die Lebensqualität der Patienten verbessert. Weißdorn ist ein Strauch, dessen Blätter und Blüten Wirkstoffe enthalten, die das Herz stärken. Der Herzmuskel kann sich einerseits besser zusammenziehen, andererseits werden die Gefäße erweitert, so dass der Herzmuskel mehr Sauerstoff aufnehmen kann. Dr. Eva Westphal, Ärztin für Innere Medizin und Kardiologie in Karlsruhe, stellte bei einer Veranstaltung zum Thema Phytomedizin in München die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Arbeit der britischen Cochrane Collaboration vor. Die Forscher haben zehn Studien mit insgesamt 855 Patienten überprüft, deren Ziel es war, die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines speziellen Weißdorn-Extrakts im Vergleich mit einem Scheinmedikament bei Patienten mit Herzinsuffizienz zu untersuchen. "Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass der Extrakt die Belastbarkeit und typischen Symptome wie Kurzatmigkeit und leichte Ermüdbarkeit verbessert. Hervorzuheben ist auch, dass der Extrakt von den Patienten sehr gut vertragen wurde." Professor Dr. Michael Koller, Leiter des Zentrums für Klinische Studien am Universitätsklinikum Regensburg, erklärte, dass Fertigpräparate aus der Apotheke, die standardisierte Weißdorn-Extrakte enthalten, aus diesen Gründen die übliche medizinische Basisversorgung sinnvoll ergänzen können. Claudia Nöllke
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