Anzeige:
Startseite Impressum Adressen Termine Buchtips Vorschau Beratung Junior
10.09.2010, 1:32
Ihr Apotheker informiert

Endlich Schluss mit Schlapp

Helligkeit und angenehme Temperaturen sollten nach dem Winter die Lebensgeister wecken. Doch das Gegenteil ist oft der Fall, denn die Frühjahrsmüdigkeit hat wieder zugeschlagen. Lieber schlafen oder jetzt erst recht durchstarten? Der Artikel gibt Antworten.

Nein, nicht eine eventuelle Verwandtschaft zu Murmeltieren lässt den Menschen vom verlängerten Winterschlaf träumen. Es sind die Hormone. Das sagt Medizin-Meteorologin Dr. Christina Koppe-Schaller vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg. "Im Frühjahr wird der Hormonhaushalt umgestellt. Dies belastet den Körper und macht müde." Großen Anteil hat das Hormon Melatonin, das den Tag-Nacht-Rhythmus regelt. "Während der langen Nächte im Winter bildet der Körper verstärkt Melatonin", erklärt Koppe-Schaller. "Wenn die Nächte wieder kürzer werden und der Mensch früher aufwacht, stört der noch hohe Melatoninspiegel den natürlichen Biorhythmus."

Auch die Temperaturregulation ist noch auf Winter eingestellt. "Während der kalten Jahreszeit gewöhnt sich der Mensch an konstant niedrige Temperaturen. Er senkt sogar die Körpertemperatur um wenige Zehntel Grad Celsius ab", so Koppe-Schaller. "Im Frühjahr schwankt die Außentemperatur sowohl innerhalb eines Tages als auch von Tag zu Tag viel stärker." Das stresst den Kreislauf, und die Betroffenen fühlen sich müde und erschöpft.

Bis ins letzte Detail sind die Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit allerdings noch nicht geklärt. Sicher ist, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung darunter leidet. "Vor allem Frauen mit niedrigem Blutdruck, Wetterfühlige und Jugendliche sind betroffen", gibt die Medizin-Meteorologin zu Protokoll. "Den Jugendlichen macht besonders zu schaffen, dass es morgens früher hell wird."

Ein böser Streich, den die Natur dem Menschen da spielt. Denn ist das Wetter im Frühjahr endlich einmal schön, kommt natürlich eins zum anderen: Schon frühmorgens wird es hell, was den von Melatonin gedämpften Geist unsanft weckt. Klettert die Temperatur nach einer kühlen Nacht dann tagsüber in angenehme Bereiche, macht auch noch der Kreislauf schlapp. Zum Glück dauert die Frühjahrsmüdigkeit nicht lange an. "In der Regel hat sich der Organismus nach ein bis zwei Wochen angepasst", beruhigt Koppe-Schaller.

"Doch man kann schon mit relativ geringem Aufwand etwas gegen die Frühjahrsmüdigkeit tun." Folgende Maßnahmen lindern die Beschwerden:
  • Häufiger Aufenthalt im Freien, denn Sonnenlicht hebt die Stimmung und stärkt das Abwehrsystem.
  • Bewegung, am besten im Freien, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.
  • Ein kurzer Mittagsschlaf kann ebenfalls helfen. Er sollte aber nicht länger als 30 Minuten dauern.
  • Regelmäßige Saunagänge, Kaltwasseranwendungen oder Bürstenmassagen regen die Durchblutung an.
  • Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit wenig Fett und wenig Kohlenhydraten, dafür aber mit mehr Obst und Gemüse versorgt den Körper mit wertvollen Vitalstoffen.
  • Ausreichend trinken. Das stärkt den Kreislauf und macht fit.

Daneben hält die Apotheke rezeptfreie Präparate vorrätig, die den Kreislauf stärken. Wer derart "gestählt" in den März startet, kann das Frühjahr wach und ausgeruht erleben und genießen.

Apotheker Rüdiger Freund


Home | Impressum | Presse | Mediainformationen | Copyright-Hinweis | Gesundheitslexikon | GOVI Verlag

Dieses Angebot ist HONcode geprüft und achtet auf Einhaltung der ethischen Prinzipien medizinischer
Informationen im Internet. Haben Sie Fragen zum Inhalt? Dann wenden Sie sich an redaktion@nai.de