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10.09.2010, 2:19
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Bühne frei für bildschöne Füsse

Füße, zum Fotografieren schön – nur wenige haben sie. Fußmodel Myriam Göttig verrät, worauf es dabei ankommt und was sie tut, um ihre Füße zu pflegen und schön zu erhalten.

Direkt neidisch könnte man werden, wenn man Myriam Göttigs Füße betrachtet. Viele haben sie schon gesehen, ohne es zu wissen, denn sie ist als Fuß- und Beinmodel
auf vielen Zeitschriften-Fotos zu sehen. Über die Frankfurter Agentur Eeast West Models können Auftraggeber sie buchen. Die eigenen Füße halten im Vergleich zu den Modelfüßen meist kaum mit. Trotzdem: "In Sachen Aussehen sind viele Frauen mit sich selbst oft viel zu kritisch", sagt sie. "Das finde ich schade. Denn häufig kann man mit ein paar einfachen Tricks einen wirklich schönen Gesamteindruck erzielen, auch wenn nicht jede Kleinigkeit perfekt ist." Wer schöne Beine habe, aber keine schönen schlanken Fesseln, könne zum Beispiel einen halbhohen Stiefel tragen, erklärt sie. Und gleichzeitig die Knie und Beine richtig schön in Szene setzen. Und: "Viele Frauen haben schöne Füße und wissen es manchmal gar nicht", meint sie.

Myriam Göttig lebt buchstäblich auf kleinem Fuß: Schuhgröße 37, mehr darf ein Fußmodel nicht haben. Alle Musterschuhe werden in dieser Größe gefertigt, weil so die Proportionen am besten zur Geltung kommen. "Die Zehen müssen gerade sein und nicht zu knochig", erläutert sie. "Und sie müssen in einer schönen Reihe stehen." Und natürlich muss die Haut makellos sein: keine Schrunden, keine Wunden, nicht die kleinste Narbe. Und natürlich keine Tattoos. "Kratzen, wenn einen im Sommer mal eine Mücke gestochen hat, das geht gar nicht", erzählt sie. "Denn auch davon können Narben zurückbleiben."

Yogis haben schöne Beine

Von nichts kommt nichts, das gilt auch und besonders für bildschöne Füße. Regelmäßige professionelle Pediküre solle man sich ruhig häufiger einmal gönnen, rät sie: "Ich habe zwar schöne Füße. Aber wenn ich sie nicht regelmäßig in professionelle Hände geben würde, sähen sie auch anders aus." Und – kleine "Nebenwirkung" – dem Wohlbefinden nützt das Verwöhnprogramm auch. Mit Joggen hält sie sich fit und zusätzlich mit regelmäßigen Yoga-Übungen ihre Beine kräftig und schlank. Die langsamen Dehnungen strecken die Muskulatur.

Wer mit schönen Füßen in offenen Schuhen punkten möchte, kann auch ganz einfach zu Hause etwas tun: Am Abend eine dicke Schicht Fettcreme auf Füße und Beine auftragen, Pyjamahose und Socken darüberziehen und einfach im Schlaf wirken lassen. "Das gibt am nächsten Tag eine wunderschöne, superzarte Haut."

Viel Zeit für den Schuhkauf

Fußpflege Nummer eins sei aber das richtige Schuhwerk. Was Ehemänner gerne als Spleen ihrer Frauen betrachten, ist für ein Fußmodel Pflicht: sich ganz viel Zeit für den Schuhkauf nehmen. Allerdings kommt es dabei nicht darauf an, möglichst viele Paare nach Hause zu tragen, sondern auf wirklich gute Qualität zu achten. Hochwertiges Leder und ein gutes Fußbett sind Pflicht. Druckstellen oder gar Hühneraugen bekommen so erst gar keine Chance.

Apothekerin Maria Pues

Tipps von Myriam Göttig

1. Das sorgt für schlanke Waden: Yoga und Laufen stärken und strecken die Muskulatur.
2. Dick auftragen: Fettcreme für samtweiche Füße. Am besten vor dem Zubettgehen eine dicke Schicht auftragen, Socken darüber anziehen und über Nacht einwirken lassen. Myriam Göttig schwört auf Melkfett.
3. Profi-Füße brauchen einen Fuß-Profi: Ohne professionelle Pediküre geht es nicht.
4. Der wahre Grund, warum der Schuhkauf so lange dauert: Auch schöne Schuhe müssen richtig gut passen.
5. Bei Besenreisern ruhig mal zu Stützstrümpfen oder -strumpfhosen greifen, vor allem bei Reisen mit dem Flugzeug.

Das hilft gegen...

... Warzen
Oft verschwinden die durch Viren ausgelösten gutartigen Hornhautwucherungen nach einiger Zeit von selbst. Wer darauf nicht warten will, kann auf Pflaster oder Tinkturen aus der Apotheke zurückgreifen, deren Inhaltsstoffe Warzen aufweichen, sodass sie sich gut entfernen lassen. Dies muss mehrfach wiederholt werden. Außerdem lässt sich Warzengewebe mit Ätzlösungen bekämpfen. Flache Warzen behandelt man auch mit Schälmitteln oder mit rezeptfreien Präparaten, die es ermöglichen, die Warzen zu vereisen. Wenn solche Maßnahmen nicht ausreichen, kann ein Arzt -Warzen mit technischen und mechanischen Mitteln beseitigen: zum Beispiel mit der sogenannten Elektrokoagulation, mittels Laser, durch Abschleifen oder durch Herausschneiden. Möglichst nicht an Warzen kratzen! Sonst breiten sie sich aus, und es kommt leichter zu Infektionen und Entzündungen.

... Fußpilz
Fußpilz sitzt häufig zwischen den Zehen, er kann aber auch an der Fußsohle vorkommen, besonders bei Diabetikern. Einige der Symptome: entzündete, juckende Haut, weißliche Beläge oder Bläschen. Die Diagnose muss ein Arzt stellen. Behandelt werden zunächst die Hautentzündungen, etwa mit gerbstoffhaltigen Fußbädern. Äußerlich aufgetragene Antipilzmittel, die die Wirkstoffe Clotrimazol, Bifonazol, Terbinafin, Ciclopirox oder Amorolfin enthalten, vertreiben in der Regel den Pilz, wenn sie konsequent angewendet werden. In sehr hartnäckigen Fällen kann der Arzt Antipilzmittel in Tablettenform verordnen. Auch die Schuhe lassen sich mit Sprays behandeln, die Antipilzmittel enthalten. Wichtig sind Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Waschen der Füße und Sockenwechsel. Socken bei 60 Grad Celsius waschen. Weite Schuhe aus Leder oder Stoff bevorzugen, Sportschuhe nur zum Sport tragen und danach gut auslüften. In Hotels, Schwimmbädern, Saunen oder Fitnesscentern soweit möglich nicht barfuß laufen.
... Nagelpilz
Weißlich bis gelblich verfärbte, sich abhebende, teils sogar krümelige Nägel: Das kann auf einen Nagelpilz hindeuten. Bei Verdacht den Arzt aufsuchen. Zur Behandlung trägt man befallene Nagelteile mit einer Feile ab, harnstoffhaltige Cremes erleichtern dies. Danach trägt man Cremes oder Nagellacke mit Antipilzmitteln auf. Ein wasserlöslicher, elastischer Lack mit Ciclopirox soll eine gute Nagelgängigkeit des Wirkstoffs aufweisen, und man kann den Film später zum erneuten Lackieren einfach abwaschen. Damit die äußerliche Behandlung Erfolg hat, darf noch nicht zu viel Nagelfläche befallen sein. Ob das der Fall ist, entscheidet der Arzt. Genügt die äußerliche, lokale Behandlung nicht mehr, kann er Tabletten mit Antipilzmitteln verordnen. Die Nagelpilzbehandlung erfordert Geduld und aktive Mitarbeit der Patienten.
... trockene Füße
Sehr trockene Haut kann angeboren sein, möglicherweise aber auch auf Erkrankungen wie Diabetes, Neurodermitis oder Fußpilz zurückgehen. Ein Arzt entscheidet, wie dann vorzugehen ist. Um die Haut an den Füßen geschmeidiger zu halten, eignen sich Pflegecremes unter anderem mit Harnstoff, der Feuchtigkeit in der Haut hält. Nach dem Baden die Füße sorgfältig abtrocknen und reichlich eincremen. Möglichst rückfettende, milde Waschlotionen oder Badezusätze und nicht zu heißes Wasser verwenden. Die Bade- oder Duschzeit sollte man möglichst kurz halten.
... Schrunden und Rhagaden
Trockene Haut neigt verstärkt dazu, einzureißen. Risse entstehen zudem bei übermäßiger Hornhautbildung, zu der es unter anderem an sehr belasteten Körperstellen wie den Füßen kommt. Geeignete Pflegeprodukte aus der Apotheke können verhindern, dass die Haut zu sehr austrocknet. Damit bleibt sie elastischer. Hornhaut kann man mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile abreiben, am besten nach einem Bad. Eincremen danach nicht vergessen. Diabetiker sollten die Fußpflege am besten einem Podologen überlassen. Hilfreich ist stets gutes, nicht zu enges Schuhwerk, dessen Fußbett Druckbelastungen gut auffängt.
... Hühneraugen
Durch Scheuern oder lokalen Druck verdickt sich die Hornhaut. Oberflächlich zeigen sich Schwielen. Man kann sie nach dem Baden mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile abtragen. Bildet sich Hornhaut lokal tiefer in der Haut, spricht man von einem Hühnerauge. Sie entstehen vor allem an den Zehen und Fußballen. Die kegelförmig in die Haut reichenden Hornhautbildungen sollten früh abgetragen werden. Wer die Beschwerden selbst behandeln will, dem helfen die Hornhaut aufweichende Pflaster mit Milch- oder Salicylsäure. Die aufgeweichte Hornhaut lässt sich mit Hilfe eines Bimssteins oder einer Hornhautfeile abtragen. Podologen oder Hautärzte können Hühneraugen auch direkt entfernen. Zehenringe und -keile lindern Beschwerden durch Hühneraugen; nicht zu enges Schuhwerk mit gutem Fußbett beugt vor. Damit lassen sich auch Blasen vermeiden. Haben sich welche gebildet, schützen unter anderem Blasenpflaster aus der Apotheke.
... Wichtig:
Eine Fußbehandlung sollte man, auch wenn sie letztlich in Eigenregie erfolgt, zuvor mit einem Arzt absprechen. Besonders Diabetiker sollten für eine Fußbehandlung ihren Arzt und/oder einen Fußpfleger (Podologen) aufsuchen. Das gilt vor allem bei schlecht heilenden Wunden.

FS


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